Merken und Machen
Die deutsche Einheit ist uns wie ein Geschenk der Geschichte zugefallen. In den Jahren nach 1989/90 wurde viel geleistet: Der Aufbau Ost verwandelte in kurzer Zeit Städte und Infrastruktur, der Lebensstandard hat sich deutlich verbessert. Niemand sollte dies gering schätzen. Doch trotz aller Fortschritte fühlen sich viele Ostdeutsche nicht als gleichberechtigter Teil einer Nation – über 70 % empfinden sich Umfragen zufolge als Deutsche zweiter Klasse.
Zusammenwachsen.Weiterdenken. Mit dieser Intention wurde 1998 das ost-west-forum Gut Gödelitz e.V. als überparteilicher Verein gegründet. Sein Ziel: Verständigung zwischen Ost und West, zwischen europäischen Sichtweisen und die Bewahrung der Grundsätze des sozialen und demokratischen Rechtsstaates in Zeiten der Globalisierung.
Wir wollen, dass Menschen aus Ost und West voneinander wissen, einander zuhören, ihre Biografien teilen und so Neugier, Verständnis und Toleranz entwickeln. Dabei geht es auch darum, Menschen aus Passivität herauszuführen: Verantwortung übernehmen, Gemeinsinn stärken, Zivilcourage zeigen – also merken und machen.
Unsere Arbeit richtet den Blick auf aktuelle und historische Hintergründe, wirtschaftliche Tendenzen, politische und kulturelle Entwicklungen sowie persönliche Biografien, die unser Zusammenleben prägen. Vorträge, Seminare und andere Veranstaltungen auf Gut Gödelitz tragen zur aktiven Auseinandersetzung mit der Gesellschaft bei, vermitteln Werte und animieren zum Weiterdenken. Denn Zusammenwachsen kann eine Gesellschaft nur, wenn sich jeder aktiv einbringt.
Unsere Projekte – öffentliche Veranstaltungen, Biografiegespräche und die WerteAkademie – leben vom ehrenamtlichen Engagement unserer Mitglieder und werden durch Beiträge, Spenden und Förderungen ermöglicht.
Demokratie braucht Menschen, die merken und machen.
Dafür stehen wir.
Unsere Veranstaltungen
Neuigkeiten
Es war einmal...
In den Ereignissen auf und um Gut Gödelitz seit 1945 spiegeln sich bedeutende Wegmarken der jüngeren deutschen Geschichte: Bodenreform, Enteignung und Vertreibung der Besitzer 1945/46. Umwandlung in ein Staatsgut und in eine Außenstelle einer Klinik für alkoholkranke Menschen. Eingliederung in eine LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgesellschaft). Vereinigung Deutschlands 1990. Zweite Enteignung des Gutes durch die Regierung Kohl.
1992 kauft die Familie des ehemaligen Besitzers das Gut von der Treuhand und kehrt in die alte Heimat zurück – ohne Groll gegen die Ostdeutschen und mit dem Willen, aufzubauen und einen Beitrag für die innere Einigung Deutschlands zu leisten. Beim Wiederaufbau arbeiten Ost- und Westdeutsche zusammen, erkennen und anerkennen vorhandene Unterschiede, bauen tief verwurzelte Vorurteile langsam ab.
Mehr zur Historie von Gut Gödelitz.
Gut Gödelitz wird zunehmend zu einem Treffpunkt von Menschen aus beiden Teilen Deutschlands. Über das Leben im geteilten und vereinten Deutschland wird diskutiert, Probleme erwogen, Lösungen gesucht. Trotz der sehr unterschiedlichen Biografien kommen sich die Menschen näher.
Aus diesem Kreis entstand die Idee, das eher Zufällige nunmehr bewusst und gezielt anzugehen und Gut Gödelitz zu einem Ost-West-Zentrum auszubauen. Die Geschichte des Gutes, Lage und Ruhe des Orts und die Schönheit der Landschaft bildeten eine geradezu ideale Voraussetzung.
1998 wurde das ost-west-forum Gut Gödelitz e.V. gegründet. Der Verein ist überparteilich und als gemeinnützig anerkannt.
Impressionen







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