"KI und die Kluft zwischen Menschen und Maschine“

Fr 17.- So 19. April 2026

Referent: Tony Siewert
Moderation: Paul Klare
Bitte meldet euch bis 05. April über folgenden Link verbindlich an: Anmeldung (über Microsoft Forms)

Kosten für 2 ÜN und Vollpension: 
190 € für Mitglieder, 250 € für Nichtmitglieder

Inhalte: 

Was noch vor wenigen Jahren wie Science-Fiction klang, ist längst Alltag: Künstliche Intelligenz (KI) schreibt Texte, komponiert Musik, unterstützt medizinische Diagnosen und trifft zunehmend für uns Entscheidungen. Manche finden das beunruhigend, andere freuen sich über neue Möglichkeiten. Doch unabhängig von der Bewertung beschleunigt KI eine Entwicklung, über dessen Konsequenzen noch zu selten offen gesprochen wird: Die Kluft zwischen Mensch und Maschine wächst rasant.

Gemeinsam wollen wir Künstliche Intelligenz und ihre Bedeutung für unser Leben besser verstehen. Wie verändern KI-Systeme unser gesellschaftliches Zusammenleben, unsere Arbeitswelt – und vielleicht sogar unser Selbstverständnis als Menschen? Zwischen dem praktischen Nutzen digitaler Assistenzsysteme und wachsender Machtkonzentration bei globalen Tech-Akteuren wird deutlich: KI ist nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Treiber tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen.

Der Philosoph Günther Anders beschrieb diese Entwicklung bereits vor Jahrzehnten als „prometheisches Gefälle“ — die wachsende Lücke zwischen dem, was wir erschaffen können und dem, was wir begreifen, fühlen und verantworten können. Diese Spannung wird heute für viele konkret erfahrbar, ob im Büro, in politischen Prozessen, im eigenen Selbstverständnis. Günther Anders warf bereits vor 70 Jahren eine Frage auf, der wir uns stellen möchten: Ist der Mensch bereits antiquiert?  

Im Seminar schaffen wir Raum für eine fundierte, kritische Auseinandersetzung – jenseits von Technikbegeisterung und Panikmache. Wir beginnen mit einem soliden Grundverständnis von KI und ihren Anwendungen, betrachten konkrete Beispiele aus Gesellschaft, Arbeit und Politik und richten dann den Blick auf die zentrale Frage:

Wer gestaltet künftig unser Leben und unsere Demokratie – und welche Rolle bleibt uns Menschen?

Kurzprofil Tony Siewert: 

Tony Siewert ist seit über acht Jahren im Bereich der Datenwissenschaften unterwegs. Zu seinen Aufgaben gehören der Aufbau von Datenplattformen, Enterprise-KI-Systemen, sowie das Vorantreiben digitaler Transformationen, sowohl an der Infrastruktur als auch innerhalb der Unternehmenskultur. Aufgewachsen am Klavier mit klassischer Musik – der WerteAkademie nicht unbekannt – weiß er aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, wenn langsam gewachsene menschliche Fähigkeiten auf die friktionslose Effizienz der Maschine treffen. Diese persönliche Spannung treibt seine Beschäftigung mit der Philosophie der Technologie an: Was passiert, wenn unsere Schöpfungen uns strukturell zu überholen beginnen?

Eine weitere Person ist angefragt (eher aus dem politischem Feld in Sachsen)

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